Selbst erfahren, wie es ist, im Ausland zu leben

Neue Kultur, neue Sprache, eigene Erfahrungen machen:

„Ich will nicht davon lesen, sondern selbst erfahren, wie es ist, im Ausland zu leben!”

César ist bereits mit 16 Jahren von zu Hause ausgezogen, um im Norden seines Heimatlandes Kolumbien sein 4,5-jähriges Studium zum Krankenpfleger zu beginnen. Für den Beruf hat er sich entschieden, weil er sich sehr für Medizin interessiert und es liebt, schwer erkrankte Patienten auf ihrem Weg zur Besserung zu unterstützen.

Schon immer war César auf der Suche nach neuen Herausforderungen und träumte davon, zu reisen, andere Länder und Kulturen kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Nach seinem Abschluss 2018, bekam er 2020 durch Talent Orange schließlich die Gelegenheit, im Ausland zu arbeiten.

César mit weiteren Pflegekräften in einem deutschen Krankenhaus

Was hielt dein Umfeld davon, dass du in Deutschland arbeiten wolltest?

Als ich meinen Freunden erzählte, dass ich nach Deutschland ziehen würde, haben sie mich als „verrückt“ bezeichnet. Sie konnten nicht glauben, dass ich eine neue Sprache lernen, einfach alles verlassen und ein neues Leben ganz woanders anfangen wollte.

 

Warum hast Du den Wunsch gehabt, im Ausland zu arbeiten?

Ich träumte schon immer davon, eine neue Kultur kennenlernen, eine neue Sprache. Aber ich wollte nicht nur davon lesen und hören- nein, ich wollte selbst erleben, was es heißt, im Ausland zu leben und zu arbeiten. Also habe ich eine Gelegenheit gefunden und darauf hingearbeitet. Es hat viele Stunden harter Arbeit gekostet, bin ich mich auf Deutsch verständigen konnte.  Aber nun lebe und arbeite ich schon über ein Jahr in Deutschland!

 

Wie war dein erster Tag in Deutschland?

An die Anreise kann ich mich nur noch schlecht erinnern, da ich sehr müde war: Nach 14 Std Fliegen und einem Zwischenstopp in Spanien bin ich endlich in Deutschland angekommen. Hier hat dann die liebe Annika von Talent Orange auf mich gewartet.

Mein richtiger erster Tag (der Tag nach meiner Ankunft, nachdem ich mich ausgeruht hatte) war erstmal ein Kulturschock: Die Leute auf der Straße sprachen nicht meine Muttersprache und dann der Supermarkt: Viele neue Produkte, überall andere Namen… Irgendwie war ich richtig neugierig, wollte alles lesen, auch damit ich meine neue Umgebung besser verstehen konnte. Es kamen immer neue Erfahrungen dazu und die kleinen alltäglichen Dinge wurden zu Abenteuern: Einkaufen gehen, die Bahn nehmen …

 

Wie geht es Dir seit Deiner Ankunft, wie war die erste Zeit am Krankenhaus?

Mir geht es gut! Ich kann nicht klagen! Ich habe eine gute Arbeit, nette Kolleg*innen. Gerade habe ich eine Zusage für eine Weiterbildung als „Pflegeexperte für Stoma, Kontinenz und Wunde“ bekommen. Das freut mich natürlich. Die erste Zeit war allerdings anstrengend. Ich musste mein Gehör auf Deutsch umstellen. Statt auf Spanisch musste mein Gehirn plötzlich auf Deutsch denken und antworten. Außerdem musste ich mir immer wieder bewusst machen, dass ich es jetzt mit Leuten aus anderen Kulturen zu tun hatte. Mit der Zeit wird das alles aber immer besser und einfacher.

 

Was unterscheidet Kolumbien und Deutschland voneinander und was ist sehr ähnlich?

Vieles! (lacht) Wir reden hier über zwei verschiedene Kulturen. Die Art, wie wir reden, wie wir denken, ist unterschiedlich. Wir sind anders aufgewachsen. Was wir aber gemeinsam haben, ist: Wir alle helfen unseren Familien, unseren Freunden und all den Leuten, die uns wichtig sind!

 

Was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Ich möchte mich weiterentwickeln, sowohl als Mensch als auch im meinem professionellen Leben.

 

Danke César!

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